

Mots-clé : Puttkamer- Herold- Differenen- Auseinandersetzungen.
Résumé : Le protectorat allemand sur le Togo en 1884 s’étendait sur une bande côtière de 23 km. La tâche primordiale des premiers administrateurs était d’agrandir ce bout de territoire vers l’est, l’ouest et le nord. Différentes missions d’exploration aboutirent en 1890 à la création d dans le sud-ouest de la colonie de la "station scientifique" de Misahöhe par le Commissaire impérial Jesko von Puttkamer qui en confia l’administration à un militaire de carrière Anton Herold. Financée par un fond spécial -Afrika-Fonds- géré par le ministère des Affaires étrangères, le chef de la station avait à rendre compte directement à Berlin tout en recevant des instructions précises du chef du Territoire von Puttkamer. Il devait entre autres combattre l’influence anglaise tout en évitant tout conflit ouvert avec les Anglais installés en Gold Coast, sécuriser la route commerciale qui mène vers la côte du Togo sans entrer en conflit avec les chefs locaux et initier les populations africaines à la culture du coton, du caoutchouc, du cacao et du café. Von Puttkamer et son remplaçant intérimaire le comte Pfeil se rendirent vite compte que Herold outrepassait leurs instructions et prenait lui-même des initiatives personnelles. Le conflit se traduisit par des propos injurieux et vexants, des accusations et contre-accusations. L’administration centrale de Berlin trancha cette crise coloniale en éloignant Herold du Togo et en le remplaçant par un académicien en la personne du Dr. Hans Gruner qui dirigea la station, hormis quelques brèves interruptions, de 1892 jusqu’à la première guerre mondiale.
Im letzten Jahrzehnt sind zur Geschichte der deutschen Kolonialära Togo 1884-1914 mehrere Überblicksdarstellungen vorgelegt worden, und zwar : 1988 Peter Sebald „Togo 1884-1914“, 1991 Ralph Erbar „Ein Platz an der Sonne ?“, 1994 Trutz von Trotha „Koloniale Herrschaft“ und 1996 Ali Napo „Le Togo à l’époque allemande“ (Habilschrift, maschinenschriftlich). Auch die nationale Geschichtsschreibung Togos hat unter der Leitung von Prof. N.L. Gayibor mit der Erarbeitung einer Gesamtgeschichte Togos (Histoire des Togolais) begonnen, deren Band 1, die vorkoloniale Zeit betreffend, 1997 erschienen ist. Diese Überblicksdarstellungen veranschaulichen : auf der Tagesordnung von Forschung und Geschichtsschreibung steht nunmehr die Geschichte der einzelnen Regionen Togos. Bereits der erste Blick auf die Landkarte und die einem schmalen Handtuch gleichende Gestalt Togos veranschaulicht selbst dem Laien, daß dieser Ausschnitt aus der Region Westafrika in einzelnen Regionen aufgegliedert sein muß. Dabei ist die Bedeutung der Nordregionen in allen Staaten an der westafrikanischen Küste, also in Togo auch, bekannt und auf Grund politischer Situationen unbestritten. Weniger beachtet sind jene Regionen in der Mittellage zwischen der Küste und dem Norden, die sowohl Bindeglieder zwischen diesen beiden Regionen sind, aber auch ihre eigene Geschichte ausweisen.
Ein solche, unmittelbar hinter der Küste gelegene Region ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung. Ich habe mich im Rahmen meiner Habilitationsschrift mit der deutschen Kolonialära und besonders dieser Region befaßt. Gewiß befaßt sich die vorliegende Arbeit nur mit dem eng begrenzten Zeitraum von zwei Jahren und mit wenigen deutschen Beamten. Aber darin besteht gerade der Reiz, an einem Beispiel darzulegen, wie die im späteren Jahren in allen Kolonien gültige Herrschaftshierarchie : Gouverneur gegen Bezirksamtmänner in der Praxis mit vielen Komplikationen behaftet war, es auch teilweise blieb. So bietet das Beispiel aus Togo viele Anregungen für den Vergleich der Situation in anderen Kolonien. Obwohl sich die vorliegende Arbeit mit dem eng begrenzten Zeitraum von nur zwei Jahren 1890-1892 befasst, ist er jedoch von großer Wichtigkeit, weil hier die Anfänge der ersten deutschen Verwaltungsstation im Hinterland geschaffen wurden. Was spielte sich hinter den Kulissen unter Kolonialherren ? Was die allgemeinen Aussagen zur Situation im damaligen Togo betrifft, so bezieht sich die vorliegende Darstellung selbstverständlich, ohne daß dies im einzelnen angeführt wird, auf die oben genannten Überblicksdarstellungen. Zum eigentlichen Thema habe ich - neben den Quellen im Nationalarchiv in Togo - vor allem die einschlägigen Akten des ehemaligen Reichskolonialamtes im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde R.1001 N°3805/3806/4330/4331/4332 mit dem Titel Differenzen zwischen dem kaiserlichen Kommissariat in Sebbe und dem Stationschef Herold sowie Die Station an der Westgrenze : Misahöhe.